Wirt­schaft und Kunst könn­ten gewinn­brin­gen­der koexis­tie­ren, meint Spon­so­ring-Spe­zia­list Chris­ti­an Vran­ek in einem Bei­trag der Wie­ner Zei­tung am 25. April 2016.

Der Titel des Bei­trags trifft unse­re Zustim­mung: Ganz viel Luft nach oben, Kul­tur-Spon­so­ring ist lan­ge nicht aus­ge­reizt. Im Gegen­teil: mehr ist not­wen­dig ange­sichts schrump­fen­der staat­li­cher För­de­rung, jeden­falls in Deutsch­land, wo Mäze­na­ten­tum lei­der unter­ent­wi­ckelt ist im Ver­gleich zu den USA oder der Schweiz.

Allein um den Mammon sollte es nicht gehen

Wir bei gehen sogar noch wei­ter und set­zen kul­tu­rel­le und künst­le­ri­sche The­men gezielt in der Kom­mu­ni­ka­ti­on unse­rer Kun­den ein. Beson­ders wenn es um eine Emo­tio­na­li­sie­rung der Mar­ke geht oder in der Öffent­lich­keits­ar­beit ein gehalt­vol­les Con­tent-Mar­ke­ting erzielt wer­den soll, eig­nen sich Kunst und Kul­tur als The­ma.

Salzburger Festspiele (Mammon dargestellt von Jürgen Tarrach) copyright apa/Gindl

Salz­bur­ger Fest­spie­le (Mam­mon dar­ge­stellt von Jür­gen Tar­rach) copy­right apa/Gindl

Wir verstehen Kunst und Kultur als Marketinginstrument

Man begibt sich aller­dings auch auf ein Minen­feld. Der Erfolg erfor­dert Kennt­nis der Kunst­sze­ne, Erfah­rung und Sen­si­bi­li­tät. Des­halb beach­ten wir immer eine unum­stöss­li­che Grund­re­gel: das Spon­so­ring darf kei­nen Selbst­zweck haben und muss sich ori­gi­när der Kunst und dem Künst­ler unter­ord­nen. Die Kunst darf sich nicht ver­bie­gen im Sin­ne einer Anpas­sung an kom­mer­zi­el­le Inter­es­sen des Spon­sors. Gelingt die­se Grat­wan­de­rung, ent­steht eine har­mo­ni­sche Win-Win-Situa­ti­on.

Die Kunst besteht dann dar­in, durch intel­li­gen­te Mar­ke­ting-Kom­mu­ni­ka­ti­on und nütz­li­chen Con­tent in geeig­ne­ten Medi­en und For­ma­ten das Enga­ge­ment in kom­mer­zi­el­len Nut­zen und Mar­ken­wert zu über­tra­gen. Das erfor­dert stra­te­gi­sche Pla­nung und Sen­si­bi­li­tät.

In einem Punkt stim­me ich Chris­ti­an Vran­ek nicht zu: Spon­so­ring funk­tio­niert in Kul­tur und Wis­sen­schaft sehr Wohl zum Nut­zen von Unter­neh­men und Mar­ken. Bei­spiel: BMW Gug­gen­heim­Lab. Das zahlt nicht nur auf das Image der Mar­ke ein, son­dern befruch­tet auch die eige­ne Krea­ti­vi­tät und Inno­va­ti­ons­kraft.

Auf jeden Fall ein span­nen­der Bei­trag der Wie­ner Zei­tung, und ein The­ma das man noch wei­ter ver­tie­fen kann.

Herz­li­che Grü­ße,

Gun­dolf Sen­ne